Schaltkonzepte für die optimale und sichere Bedienung von KVM-Systemen

Schaltkonzepte für die optimale und sichere Bedienung von KVM-Systemen

Die Zuverlässigkeit von KVM-Produkten und KVM-Installationen ist extrem wichtig. Daher testen wir unsere Produkte intensiv und sie verlassen unser Haus erst, wenn sie alle Anforderungen erfüllen. Was aber, wenn es im späteren Betrieb doch mal zu Ausfällen kommt? Was tun, wenn es z. B. zu Störungen einer Übertragungsstrecke, eines Endgeräts, eines Netzwerkswitches oder gar eines Matrixswitches kommt? Für mögliche Ausfallszenarien haben wir für Sie hilfreiche Datenbank- und Redundanzkonzepte entwickelt. Ausgefeilte Schaltkonzepte erleichtern Ihnen zusätzlich die Einrichtung und Nutzung Ihrer KVM-Installation.

Verschiedene Schaltkonzepte im Detail

Schaltzustände der gesamten Matrix wiederherstellen und Szenarienschaltung

Falls ein Matrixswitch neu startet, kann es sehr hilfreich sein, wenn er die zuletzt verwendeten Schaltzustände automatisch wiederherstellt. So muss nicht jeder Benutzer  das entsprechende Rechnermodul suchen und sich manuell aufschalten. Mit der Option „Schaltzustände wiederherstellen“ merkt sich der Matrixswitch, welcher Benutzer an welchem Arbeitsplatzmodul angemeldet und mit welchem Rechnermodul verbunden war. Nach Neustart des Matrixswitches werden die Schaltzustände automatisch wiederhergestellt und Sie können ohne Verzögerung weiterarbeiten.

Mit der Szenarienschaltung haben Sie die Möglichkeit, die kompletten Schaltzustände für mehrere Szenarien zu speichern. Angenommen es gibt z. B. unterschiedliche, festgelegte Schaltzustände für die Tag- und Nachtschicht. Dank der Szenarienschaltung können Sie  mittels eines einzelnen Kommandos die Schaltzustände für die gesamte Matrixinstallation umschalten.

Schaltkonzepte: Szenarienschaltung: Wechsel von Tag- zu Nachtschicht
Szenarienschaltung: Wechsel von Tag- zu Nachtschicht

syncSwitching – Synchronisierung der Schaltzustände zwischen mehreren Matrixswitches

In redundanten Clustern arbeiten die Matrixswitches grundsätzlich unabhängig voneinander. Um bei einem Ausfall eines Matrixswitches ohne Unterbrechung weiterarbeiten zu können, haben Sie die Möglichkeit, mehrere Matrixswitches zu synchronisieren. Mit der Funktion „syncSwitching“ sichern Sie die aktuellen Schaltzustände. Die entsprechenden Informationen werden verschlüsselt von einem Matrixswitch (syncLeader) an einen oder mehrere andere Matrixswitches (syncFollower) gesendet. Fällt der syncLeader aus, übernimmt ganz einfach der syncFollower seine Rolle. Dank der zusätzlichen Funktion „Automatische Kanalumschaltung“ wechseln alle Arbeitsplatzmodule automatisch und gleichzeitig auf den syncFollower. Eine vergleichbare Lösung bieten wir Ihnen auch für Verbund- bzw. Tradeswitch-Arbeitsplätze.

snycSwitching: Beispiel mit zwei CON-2-Arbeitsplatzmodulen

Schaltzustände für einen Benutzer wiederherstellen

Aber Sie können nicht nur Schaltzustände für die gesamte Matrix speichern und wiederherstellen. Es gibt auch Möglichkeiten, einzelnen Benutzern die Anwendung zu erleichtern. Mit der Option „Letztes Target merken/Remenber last target“ speichert der Matrixswitch den Schaltzustand eines Benutzers zum Zeitpunkt des Logouts bzw. des Ausschaltens. Beim Neustart des Arbeitsplatzmoduls oder beim erneuten Benutzer-Login wird die Verbindung mit dem zuletzt verwendeten Rechnermodul wiederhergestellt. Somit können Sie Ihre Arbeit schnellstmöglich fortsetzen.

Alternativ steht die Option „Standardausführung“ zur Verfügung. Hierbei speichert der Matrixswitch einen festgelegten Schaltzustand eines Benutzers. So können Sie ein vorher definiertes Rechnermodul aufschalten oder auch ein komplett Skript ausführen. Anstatt Ihre Arbeitsumgebung jedes Mal manuell  wiederherzustellen, ist beim Login an der Matrix automatisch und sofort alles so eingestellt, wie Sie es brauchen.

Mit unseren Schaltkonzepten optimieren Sie Ihre KVM-Installation und erleichtern die Einrichtung und Bedienung. Selbst bei Ausfällen einzelner Komponenten werden Sie in Ihrer Arbeit so nicht oder nur geringfügig gestört.

Michael Kaiser-Uebelhoer

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